Social Learning Communities regen Fachkräfte gemeinsam zum Lernen an

Jede Organisation ist heute mit enormen Herausforderungen in der Arbeitswelt konfrontiert. Die Dynamik von „Wer erledigt die Arbeit?“, „Wie wird die Arbeit erledigt?“ und „Wo und wann wird die Arbeit erledigt?“ stellt entscheidende Fragen dar. All dies ist das Ergebnis von gesellschaftlichen Veränderungen wie der Alterung der Gesellschaft, Digitalisierung, Klimawandel, Migration und mehr. Für Organisationen ist es ein Wettlauf gegen die Zeit, um in naher Zukunft relevant zu bleiben.

Eines der größten Hindernisse auf diesem Weg ist die Fort- und Umschulung der Erwerbsbevölkerung. Laut der „Be The Change“-Studie von Agoria müssen sich 90 % der belgischen Erwerbsbevölkerung weiterbilden, insbesondere im Bereich der digitalen Kompetenzen. Darüber hinaus stehen 6 % vor der Herausforderung einer Umschulung, da ihr alter Arbeitsplatz wegfällt. Der drohende Fachkräftemangel könnte sogar zu 584.000 unbesetzten Stellen führen, wenn keine dringenden Maßnahmen von Regierung, Bildungswesen und Organisationen ergriffen werden.

Ein weiteres Hindernis ist das mangelnde Interesse am Lernen unter vielen erwerbstätigen Belgiern. Laut SDWorx nahm im Jahr 2022 sage und schreibe 46 % der Erwerbsbevölkerung an keinerlei Form der Ausbildung teil. Zeitmangel (40 %) und ein fehlendes Verlangen oder Bedürfnis (34 %) nach Training wurden als Hauptgründe angeführt. Es ist offensichtlich, dass sich die derzeitige Art des Lernens weiterentwickeln muss, um diese Herausforderungen zu bewältigen.

Eine doppelte Herausforderung

Wir stehen also vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits müssen wir die Geschwindigkeit erhöhen, mit der wir neue Kompetenzen entwickeln, während wir andererseits unsere traditionelle Art des Lernens überdenken müssen. Traditionelles Lernen, bei dem alle Teilnehmer in einem Schulungsraum sitzen und ein Trainer vorne steht, reicht in der sich schnell entwickelnden Arbeitsumgebung nicht mehr aus. Dennoch ist dies immer noch ein weit verbreitetes Phänomen. Um als Organisation relevant zu bleiben, müssen wir den Lernprozess der Mitarbeiter auf verschiedenen Ebenen optimieren, einschließlich Timing, Engagement, Abstimmung mit den Geschäftsanforderungen und der richtigen Mischung aus Lernen und Berufserfahrung.

Die Lösung liegt darin, zu den Grundlagen dessen zurückzukehren, wie wir als Kinder gelernt haben: durch soziale Interaktion. Social Learning, basierend auf der Idee des Lernens durch Neugier, Beobachtung, Nachahmung und Interaktion, ist eine leistungsstarke Lernmethode. Auf diese Weise haben wir nicht nur das Radfahren gelernt, sondern als Jugendliche auch neue Musik- und Kleidungsstile entdeckt oder sogar das Gitarrespielen erlernt. Doch je älter wir wurden, desto seltener taten wir dies, da es weder in der Schule noch am Arbeitsplatz gefördert wurde.

Social Learning Communities: Der Schlüssel zur Optimierung

Social Learning Communities, in denen Menschen von-, mit- und füreinander lernen, sind der Schlüssel zur Optimierung des Lernprozesses. In diesen Gemeinschaften lernen Individuen zusammen und teilen gemeinsame Interessen oder Ziele. Dieses Modell hat wissenschaftlich belegte Vorteile auf individueller, organisatorischer und gesellschaftlicher Ebene.

Auf individueller Ebene führt es kurzfristig zu neuen Fähigkeiten, Wissensaustausch und Netzwerkentwicklung und langfristig zu höherer Motivation und Lernbereitschaft. Organisationen profitieren in Form von besser einsetzbaren Mitarbeitern, Innovation und Co-Kreation. Auf gesellschaftlicher Ebene trägt es zu Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen und soziale Innovation bei.

Der Aufbau einer leistungsstarken Social Learning Community erfordert eine sorgfältige Berücksichtigung von Elementen wie der Verbundenheit zwischen den Mitgliedern, gemeinsamen Zielen, einem sicheren Lernklima, aktivem Engagement, starken Inhalten von Mentoren und Experten sowie der Übertragung des gelernten Materials in die tägliche Praxis.

Ein unverzichtbares Element, das zum Erfolg einer Social Learning Community beiträgt, ist die Möglichkeit, „in the flow of life“ zu lernen, wobei Teilnehmer lernen, wann sie wollen, wo sie wollen und wie sie wollen. Und dies am besten mit Inhalten, die triggern, fesseln, Spaß machen und unterhaltsam sind. Die Festlegung eines klaren Ziels und die Wahl des richtigen Tools sind hierbei essenziell.

UQ Learn: Das Tool für Social Learning Communities

UQ Learn ist ein Beispiel für ein Tool, das hervorragend geeignet ist, um Social Learning Communities aufzubauen. Es fördert ein gemeinsames Ziel, wie zum Beispiel die Steigerung der digitalen Kompetenzen innerhalb der Organisation. Dieses Tool unterstützt wertvolle Inhalte in Microlearnings und interaktiven Videos, die von Mentoren und Experten erstellt und auf den Teilnehmer zugeschnitten sind.

Die interaktive Wall, vergleichbar mit sozialen Medien, fördert aktives Engagement durch Posts, Likes, Shares und Kommentare. Gamification fügt eine zusätzliche Dimension hinzu, wodurch Lernen nicht nur lehrreich, sondern auch vergnüglich wird. Die Organisation von Events wie einem Oster- oder Weihnachts-Quiz macht den Lernprozess spannend und belohnend.

Eine Social Learning Community kann nur durch aktives Engagement, die Förderung von Peer-Support und die kontinuierliche Bereitstellung wertvoller Inhalte bestehen bleiben. Das Messen und Anpassen des Lernprozesses stellt sicher, dass sich die Community weiterentwickelt und an den Bedürfnissen der Teilnehmer orientiert.

In einem kontinuierlichen Prozess der Partizipation, Unterstützung und Innovation spielen diese Communities eine entscheidende Rolle bei der Überbrückung der Kluft zwischen aktuellen Fähigkeiten und zukünftigen Anforderungen. Veränderung ist unvermeidlich, aber mit Social Learning Communities lernen wir gemeinsam und wachsen wir gemeinsam. Ein viel schöneres Gefühl, als sich mit trockenem Stoff herumzuschlagen, oder?

Ähnliche Beiträge